Auf den Punkt gebracht:

  • abgelaufene häufig noch verwenden
  • Triebkraft mit Vorteig testen
  • durch Tiefkühlen Haltbarkeit von Hefe um Monate verlängern
  • Hefe kühl und dunkel lagern

Hefe abgelaufen: Risiken 

Abgelaufene Frisch- und Trockenhefe kannst du bedenkenlos verwenden, wenn sie folgende Qualitätsmerkmale aufweisen:

Frischhefe:

  • angenehmer, hefiger Geruch
  • leicht elastische Konsistenz 
  • ohne erkennbare Beläge oder Ansätze von Schimmel

Trockenhefe:

  • rieselfähig und optisch unverändert

Verdorbene Trockenhefe hat einen modrigen Geruch und ist oft verklumpt. Einen verdorbenen Hefewürfel erkennst du an trockenen Stellen und braunen Flecken. Bei diesen Anzeichen und spätestens bei Schimmelbildung ist die Hefe nicht mehr essbar und sollte nicht verwendet werden.

frische Hefe

Das einzige Risiko, das abgelaufene Hefe mit sich bringt, ist eine Verminderung des Backtriebs. Das Hefegebäck geht dann nicht so auf wie gewohnt. Gesundheitliche Probleme oder geschmackliche Veränderungen vom Gebäck hast du nicht zu erwarten.

Video-Tipp

Abgelaufene Hefe: Triebkraft testen

Möchtest du frische Hefe oder Trockenhefe nach dem Ablauf der Haltbarkeit noch verwenden? Dann solltest du die Backtriebkraft ganz einfach selber testen. Du kannst so schnell und einfach selber feststellen, ob du dein gewünschte Rezept problemlos backen kannst. Für diesen Test brauchst du folgende Zutaten:

  • die im Rezept vermerkte Hefemenge
  • 200 ml warmes (nicht heißes) Wasser/Milch (je nach Rezept)
  • 1 EL Zucker und/oder 2 EL Mehl (je nach Rezept)
Hefe auflösen

Alle Zutaten mischst du zu einem glatten Vorteig. Diesen deckst du mit einem sauberen Tuch ab und stellst ihn an einen warmen Ort. Nach spätestens 15-20 Minuten sollen sich in dem Vorteig Blasen bilden. Diese zeigen an, dass die Hefe auch nach Ablauf der Haltbarkeit noch aktiviert werden kann. Die gewünschte Backtriebkraft ist in dem Fall noch vorhanden. Da die meisten Heferezepte sowieso mit der Zubereitung von einem Vorteig beginnen, dann brauchst du dich dabei nur an dein Rezept zu halten.

Welche Zutaten dürfen nicht in den Vorteig?

  • Salz
  • Öl und Fette allgemein
  • kochende Flüssigkeiten

Würdest du diese Zutaten gleich mit in den Vorteig geben, minderst du die Aktivierung der Hefetriebkraft und auch frische Hefe oder Trockenhefe, die nicht abgelaufen ist, würde dann nicht die Triebkraft erlangen, die zu erwarten wäre. Ist die Hefe erst einmal aktiviert, kannst du dann bedenkenlos alle Zutaten in den Teig geben, die im Rezept vorgegeben sind, auch Salz, Gewürze aller Art und Fette.

Hinweis: Zeigt sich nach dem Anrühren vom Vorteig, dass die Hefe keinen Trieb mehr bringt, kannst du sie nicht mehr zum Backen verwenden. Zeigt sich ein geminderter Backtrieb, kann dieser durch die Zugabe von einer größeren Hefemenge gesteigert werden.

Hefe Haltbarkeit steigern

Egal, ob Trockenhefe oder frische Hefe, beide Varianten können tiefgekühlt werden, damit sie länger haltbar sind. Die Haltbarkeit kann im Tiefkühler bis zu 6 Monate nach dem eigentlichen Ablaufdatum verlängert werden. Hefe, die an heißen Tagen gekauft wird, kannst du schonend in einer Kühltasche nach Hause transportieren.

Trockenhefe

Je frischer Hefewürfel oder Trockenhefetütchen nach dem Kauf verwendet werden, desto besser ist die Triebfähigkeit. Kaufe daher im besten Fall nie zu viel ein. Falls du einen kleinen Hefevorrat im Haus haben möchtest, solltest du dich für Trockenhefe entscheiden. Die kannst du auch dann noch verwenden, wenn sie bereits wenige Wochen abgelaufen sind. Eine kühle und dunkle Lagerung ist von Vorteil.