Hallo, ich bin Susann Lasch
Wenn ich als Kind aus dem Feriencamp oder von einem Schulausflug nach Hause kam, standen bei uns Nudeln mit Tomatensauce und Käse auf dem Tisch. Jedes Mal. Meine Mutti hat das so zuverlässig gekocht, dass es für mich irgendwann kein Gericht mehr war, sondern eine Nachricht: Du bist zu Hause. Dass ich später beruflich Rezepte schreiben würde, wusste ich damals natürlich nicht. Aber alles, worauf es mir heute ankommt – einfache Zutaten, verlässliches Gelingen und Essen als etwas, das man jemandem schenkt – habe ich an diesem Küchentisch gelernt.

Ich bin Susann Lasch – Rezeptentwicklerin und Back-Expertin bei eat.de. Ich bin diejenige, die dafür sorgt, dass ein Teig nicht nur in unserem Studio aufgeht, sondern auch in deiner Küche. Seit Februar 2022 habe ich 1.100 Backrezepte für eat.de entwickelt – vom Hefezopf über Sauerteigbrot bis zur aufwendigen Motivtorte. Und keines davon geht online, bevor ich es nicht selbst gebacken und probiert habe.
Auf einen Blick
- Auch privat: Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht in der Küche stehe
- Name: Susann Lasch, Rezeptentwicklerin und Back-Expertin bei eat.de
- Zuhause: in der Nähe von Zwickau – hier lebe ich schon immer
- Bei eat.de seit: Februar 2022, gestartet als hochmotivierte Quereinsteigerin
- Qualifikation: Autodidaktin – Online-Kurse bei Andrea Schirmaier-Huber (2023) und Christian Hümbs (2024), ein überquellendes Regal Fachliteratur und seit 2015 kein Tag ohne Backofen
- Mein Bereich: Backen in ganzer Breite – Hefeteig, Brot und Sauerteig, Kuchen, Klassiker, Torten
- Im Team: Ansprechpartnerin für die fachlichen Fragen rund ums Backen
- Meine Zahlen: 1.100 Rezepte für eat.de entwickelt (Stand: 31.07.2026)
- Familie: zwei Kinder und Haustiere, die selbstverständlich dazugehören
- Kommt mir nicht auf den Teller: Austern – meine Toleranz gegenüber Konsistenzen kommt hier an ihre Grenzen
Wie aus einer Hochzeitstorte ein Beruf wurde
Im Sommer 2015 stand für mich fest: Meine Hochzeitstorte mache ich selbst. Nicht, weil ich es konnte – sondern weil ich es wollte. Was danach passierte, hatte ich so nicht geplant. Erst kamen Torten und Gebäck für Freunde und Familie, dann immer mehr Fachbücher, dann Online-Backkurse. Aus einem Hobby wurde eine Leidenschaft, und aus der Leidenschaft im Februar 2022 mein Beruf, als ich bei eat.de anfing.
Studiert oder gelernt habe ich das nie, und ich sage das ganz offen: In meinem Bereich bin ich Autodidaktin. Der größte Teil meines Wissens stammt nicht aus Kursen, sondern aus der täglichen Praxis – daraus, dass ich mir immer wieder aufs Neue Herausforderungen stelle. Ich stehe nie still.
Inzwischen fragen mich fast alle um Rat, die mich kennen: Freunde und Familie, die Lehrerin meiner Kinder, Menschen, die mir auf Instagram folgen. Meistens geht es um Rezepte oder um Tipps und Kniffe bei der Zubereitung. Ich habe schon einen privaten Torten-Backkurs und einen Sauerteigkurs gegeben, und mehrere Paare durften sich über eine Hochzeitstorte von mir freuen. Über meine Arbeit haben unter anderem die Freie Presse in einem Beitrag zum Osterbacken (24. März 2024) und die Standortkampagne „So geht sächsisch“ (27. September 2024) berichtet. Und wer mich in Aktion sehen möchte: Auf unserem YouTube-Kanal gibt es Videos von mir.
Ein Rezept entsteht bei uns nie allein
Bis ein Backrezept online geht, haben mehrere Leute daran gearbeitet: Recherche, Redaktion, Fotografie, Schlussredaktion. Mein Teil ist das Fachliche. Ich entwickle das Rezept, backe es und prüfe, ob es tatsächlich so funktioniert, wie es dasteht. Und an dieser Stelle bin ich unbequem: Bevor ich ein Rezept nicht selbst gebacken und probiert habe, geht es nicht live. Kein Fototermin und kein Redaktionsplan ändern daran etwas.
Umgekehrt bin ich die Adresse, wenn es fachlich wird. Kommt aus der Community eine Frage, die tiefer geht als „Kann ich das auch mit Dinkelmehl?“, liefere ich die Antwort zu. Und neuen Kolleginnen und Kollegen gebe ich weiter, was ich mir in den Jahren an Umwegen selbst erlaufen habe.
Warum du mir vertrauen kannst
Ich backe jedes Rezept selbst, bevor es online geht. In der Regel reicht ein Durchgang; stimmt etwas nicht, wird angepasst und noch einmal gebacken. Verkostet wird von mir, von meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion und von Familie und Freunden. Wie wir insgesamt arbeiten, haben wir in unseren redaktionellen Richtlinien festgehalten.
Ich kaufe ein wie du. Meine Zutaten besorge ich selbst und achte konsequent darauf, dass es alles im normalen Supermarkt gibt. Nur in absoluten Ausnahmefällen muss etwas online bestellt werden. So merke ich aus erster Hand, ob eine Zutat wirklich leicht zu bekommen ist – und wann eine Alternative ins Rezept gehört.
Ich backe mit einem ganz normalen Ofen. Jedes Gerät ist ein bisschen anders, sogar das Alter des Ofens spielt eine Rolle. Eine Hundert-Prozent-Garantie kann ich dir deshalb nicht geben, und das sage ich lieber ehrlich, als es zu verschweigen. Dafür erkläre ich in meinen Rezepten, mit welchen Tests du prüfst, ob ein Gebäck wirklich durch ist. Ein Spezialofen steht bei uns nicht – sondern genau so einer, wie ihn die meisten zu Hause haben.
Ich erkläre dir nicht nur das Wie, sondern auch das Warum. Beim Sauerteig zum Beispiel wiege ich sogar das Wasser mit der Waage ab, weil ein Messbecher schlicht zu ungenau ist. Diese Begründung steht bei mir genauso im Rezept wie die Gramm-Angabe. Du sollst verstehen, warum ein Schritt so gemacht wird – nicht nur, dass er so gemacht wird.
Und ich passe Rezepte an, wenn es nötig ist. Manchmal betrifft das die Zuckermenge: Der Zuckerkonsum verändert sich, und ein gutes Rezept darf sich mitentwickeln.
Drei Dinge, die in den meisten Rezepten fehlen
Beim Blätterteig entscheidet mit, was gar nicht im Rezept steht. Selbst gemachter Blätterteig war lange mein persönlicher Endgegner: drei Anläufe, genau wie später die Vanillekipferl. Was ich daraus gelernt habe: Es reicht manchmal eben nicht, sich an Mengen und Zeiten zu halten. Die Raumtemperatur entscheidet mit. Die Temperatur deiner Hände. Wie stark du beim Ausrollen drückst. Sogar die Beschaffenheit deiner Arbeitsplatte. Am Rezept selbst ändert das nichts – aber solche Erfahrungen stehen bei mir heute als Tipp direkt in dem Arbeitsschritt, in dem sie gebraucht werden.
Den richtigen Moment beim Aufschlagen kann man nicht in Minuten angeben. Bei Biskuit, Baiser und Buttercreme entscheidet ein Zeitpunkt, den man sehen muss. Hörst du zu früh auf, bleiben Mehlnester zurück. Machst du zu lange weiter, fällt die Masse zusammen oder es tritt Wasser aus. Eine Minutenangabe hilft dir dabei nicht weiter, weil Gerät, Menge und Temperatur mitspielen. Deshalb beschreibe ich die richtige Konsistenz nicht nur – man muss sie zeigen. Wer den Zustand in der eigenen Schüssel mit einem Bild vergleichen kann und dazu die Beschreibung liest, trifft den Moment auch beim ersten Mal.
Und die Stäbchenprobe beim Käsekuchen funktioniert nicht. Ein weit verbreiteter Tipp – und trotzdem falsch. Ein Käse- oder Quarkkuchen wird erst beim Auskühlen fest, und feucht ist er ohnehin von Natur aus. Das Stäbchen kommt also auch dann noch feucht heraus, wenn der Kuchen längst fertig ist. Wer sich danach richtet, backt ihn zu lange. Rüttle stattdessen leicht an der Backform: Schlägt die Masse Wellen, braucht sie noch Zeit. Wackelt nur die Mitte, ähnlich wie Wackelpudding, ist der Kuchen fertig und darf langsam abkühlen.
Woran du ein Susann-Rezept erkennst
Ein einzelnes Spezialgebiet habe ich nicht – ich fühle mich in allen Backbereichen zu Hause. Erkennen wirst du meine Rezepte deshalb weniger an der Gebäckart als an drei Dingen: Sie sind auch dann verständlich, wenn du zum ersten Mal einen Teig ansetzt. Sie kommen mit einfachen Zutaten aus. Und sie sind mit Liebe zum Detail dekoriert.
Meine absoluten Lieblinge
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Dein wichtigstes Werkzeug in der Küche?
Meine Hände. Alles, was ich selbst kneten kann, knete ich auch selbst – die Maschine bleibt aus. Über die Jahre habe ich dabei ein sehr feines Gefühl für die richtige Konsistenz entwickelt, und genau das versuche ich in meinen Rezepten in Worte zu fassen. Sahne schlage ich allerdings auch nicht analog auf, da darf das Handrührgerät ran.
Dein Leibgericht?
Hähnchengyros in Metaxasauce mit Kritharaki, in der Auflaufform mit einer dicken Käseschicht überbacken. Selbst gekocht, versteht sich.
Was kommt dir nicht auf den Teller?
Austern. Meine Toleranz gegenüber Konsistenzen gelangt hier definitiv an ihre Grenzen.
Deine Küchen-Marotte?
Kochen und Backen ist für mich Abschalten vom Alltag. Deshalb gilt bei mir: Zu viele Köche verderben den Brei. Helfen ist okay – mitkochen nicht.
Was liegt immer in deinem Kühlschrank?
Butter und Tomatenmark. Damit bekomme ich fast jede Situation gerettet.
Wohin geht deine kulinarische Traumreise?
Griechenland. Unbedingt. Wenn wir als Familie verreisen, geht es allerdings am liebsten in den Center Parc.
Was treibt dich bei eat.de jeden Tag an?
Meine Leidenschaft ausleben zu dürfen und im gleichen Atemzug meine Erfahrung weitergeben zu können. Das ist ein schönes und erfüllendes Gefühl – und der Grund, warum ich jeden Tag in der Küche stehe.
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