Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • Auszeichnung im Guide Michelin für hervorragende Küche
  • maximal 3 Sterne sind möglich
  • von Inspektoren bewertet wird ausschließlich die Küchenleistung
  • Auszeichnung gilt für das Restaurant, nicht für den Koch
  • Michelin-Stern sorgt für Aufmerksamkeit in den Medien

Was ist ein Michelin-Stern?

Eigentlich ist der bei Spitzenköchen so beliebte Stern gar keiner – in seiner Form erinnert er nämlich an eine kleine, stilisierte Blume. Mit dem Stern werden erstklassige Restaurants für ihre sehr gute Küche ausgezeichnet. Dabei spielt wirklich ausschließlich die Küchenleistung eine Rolle, andere Kriterien wie der Service oder das Ambiente im Restaurant finden bei der Bewertung keine Beachtung. So ist zum Beispiel vor einigen Jahren eine Garküche in Singapur mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Allerdings gibt es für diese Kriterien eine gesonderte Bewertung, nämlich bis zu fünf über Kreuz gelegte Bestecke.

Nice to know: In Frankreich heißt die begehrte Auszeichnung „macaron“. Einfach passend für Kulinarik auf höchstem Niveau, findest du nicht auch?

Der Guide Michelin

Vielleicht hast du schon einmal vom Guide Michelin gehört, dem weltweit bekanntesten und renommiertesten Führer für Hotels und Restaurants? Hierin findet man unzählige Empfehlungen, wo man gut übernachten und essen kann. Die sogenannte Sternegastronomie – also Restaurants mit einem oder mehreren Michelin-Sternen – ist nur ein Teil davon.
Man glaubt es kaum, aber der uns heute aus der Gastronomie so bekannte Führer startetet ganz anders: als Information über Werkstätten und Tankstellen. Eigentlich logisch, ist doch die Firma Michelin ein französischer Reifenhersteller. Die erste Ausgabe erschien im Jahr 1900, in Deutschland war es 10 Jahre später soweit. Empfehlungen für Hotels und Restaurants wurden 1923 in den Guide Michelin aufgenommen, die eigentlichen Bewertungen im Sinne der Sterne gibt es seit 1926. Der Restaurantführer legte eine steile Karriere hin und ist heute aus der gastronomischen Szene nicht mehr wegzudenken. Ein Stern im Guide Michelin ist der große Traum vieler Köche.

Die Höchstbewertung

Bei 3 Sternen ist Schluss – eine größere Auszeichnung vergibt der Guide Michelin nicht. Allerdings bedeutet auch ein einziger Stern schon, dass es sich um eine wirklich großartige Küchenleistung handelt.

Die Bedeutung der Michelin-Sterne ist folgendermaßen festgelegt:

Wie viele Michelin-Sterne kann ein Koch haben?
Bedeutung der Michelin-Sterne

Hinweis: Weißt du, was „Bib Gourmand“ oder „Assiette“ als Bewertung bedeuten? Dabei handelt es sich um Auszeichnungen im Guide Michelin für Restaurants unter Sterneniveau, die aber dennoch mit ihrer Küchenleistung begeistern und dabei auch deutlich preiswerter sind.

Michelin-Stern: Bedeutung

Für Köche ist die Auszeichnung mit einem oder sogar mehreren Michelin-Sternen eine große Ehre. Genau genommen wird der Stern als solcher dem Restaurant und nicht einem einzelnen Koch verliehen, wenngleich der Chefkoch gerne als Sternekoch bezeichnet wird. Diese Beziehung ist aber ein bisschen irreführend – verlässt der Chefkoch nämlich das ausgezeichnete Restaurant oder wird es geschlossen, nimmt er keine Sterne in einen neuen Betrieb mit. Diese muss er dann dort neu „erkochen“.
Für den Erfolg eines Restaurants kann ein Michelin-Stern sehr wichtig sein. Schließlich werden nicht nur die Medien auf das neue Sternerestaurant oder hinzugekommene Sterne aufmerksam, sondern auch Gourmets aus anderen Gegenden reisen extra an, um einmal dort speisen zu können. Im Gegenteil ist es aber auch möglich, dass bisherige Stammgäste ausbleiben: Die Befürchtung, dass nun alles viel teurer geworden ist, hält sie von weiteren Besuchen des Restaurants ab.

Wer vergibt Michelin-Sterne?

Der Begriff, wie die Testesser des Guide Michelin heißen, klingt doch recht merkwürdig. Sie werden als Inspektoren bezeichnet – ein doch nüchternes Wort, wenn es um leckeres Essen geht. Die Inspektoren melden sich nicht als solche an und geben sich große Mühe, während des Probeessens anonym und unerkannt zu bleiben. Beispielsweise machen sie sich keinerlei Notizen, wie es geschmeckt hat und zahlen ihre Rechnung wie jeder andere Gast auch. Die Bewertungen finden sich dann im einmal jährlich erscheinenden Restaurant- und Hotelführer. Ein großer Moment in jeder Restaurantküche!

Wie bekommt man einen Michelin-Stern?

Das klingt ganz einfach, ist aber eine wahre Meisterleistung und oft das Ergebnis jahrelanger knallharter Arbeit: indem man sehr gut kocht! Alles andere spielt für eine mögliche Auszeichnung mit einem Stern keine Rolle, die Inspektoren bewerten ausschließlich nach den folgenden Kriterien:

Wie viele Michelin-Sterne kann ein Koch haben?
Kriterien für die Bewertung im Michelin Guide

Die vom Guide Michelin getesteten Restaurants werden im Durchschnitt etwa alle 18 Monate besucht. Bei Sternerestaurants schaut der Inspektor gerne auch in kürzeren Abständen vorbei, um die Küchenleistung zu überprüfen.



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