Video-Tipp

Auf den Punkt gebracht:

  • Pulvergelatine löst sich leichter als Blattgelatine
  • Gelatine verliert bei über 30°C ihre Festigkeit
  • Quellzeit immer mindestens 5 Minuten
  • 2 Blatt Gelatine entsprechen 1 TL Gelatinepulver

Gelatine wird nicht fest

Wird die Gelatine nicht fest, kann das verschiedene Ursachen haben. Überprüfe, ob eine der folgenden in deinem Fall zutrifft:

a) Haltbarkeitsdatum überschritten

Auch Gelatine verliert bei zu langer Lagerung oder zu hohem Lichteinfall die Gelierfähigkeit. Wenn das der Grund ist, hast du nichts falsch gemacht. Du kannst versuchen das Produkt mit frischer Gelatine oder einem anderen Gelatine Ersatz zu retten.

b) Zu kurz eingeweicht

Die Einweichzeit muss immer mindestens 5 Minuten betragen, damit alle Gelatinekristalle sich gut mit Wasser füllen können. Warte also mit Auflösen in Flüssigkeit, bis du den Einweichschritt abgeschlossen hast.

Gelatine in dem warmen Orangensaft auflösen

c) Zu heiß gekocht

Egal ob Blattgelatine oder Pulver: Wird Gelatine im Auflöseprozess über 30°C erhitzt, verliert sie leider die Gelierfähigkeit. Gelatine solltest du deshalb niemals zum Kochen bringen, sondern immer nur in warme oder kalte Massen einrühren.

d) Luft eingerührt

Gelatine möchte langsam und ausdauernd gerührt werden. Rührst du zu schnell, kommen Luftblasen in die Gelatine und verhindern ein Festwerden.

e) Gelatine klumpt

Wenn du die aufgelöste Gelatine in die fertige Sahnemasse gibst, darf der Temperaturunterschied nicht zu hoch sein, sonst zieht sich die Gelatine wieder zusammen. Das Ergebnis ist eine flüssige Masse mit klumpigen Gelatine-Stückchen. Um dem Temperaturunterschied entgegenzuwirken kannst du die Gelatine auf die Masse „vorbereiten“. Gib deshalb immer zuerst 2-3 EL der zu gelierenden Masse zur Gelatine und verrühre sie gründlich. Erst dann kannst du alles miteinander glattrühren.

etwas Quark einrühren

f) zu ungeduldig?

Die Creme in deiner Torte möchte einfach nicht festwerden? Gelatine braucht ihre Zeit zum Gelieren. Torten und Cremes gibst du zum Festwerden am besten über Nacht in den Kühlschrank. Wenn die Creme nach 12 Stunden noch immer nicht fest ist, gibt es vielleicht doch einen anderen Grund für die flüssige Gelatine.

g) freche Früchte

Es gibt bestimmte Obstsorten, die sich nicht mit Gelatine vertragen. Schuld ist das Enzym Bromelain, welches die Gelatine aufspaltet und somit nicht fest werden lässt. Dazu gehören Früchte wie Ananas, Feigen, Kiwis und Papaya. Möchtest du diese Früchte trotzdem mit Gelatine verwenden, kannst du sie vorher ganz einfach blanchieren. Denn die Hitze zerstört das Enzym und die Gelatine kann ihre Wirkung entfalten.

Rettungsmission Gelatine

Gelatine ist ein tierisches Produkt. Mit etwas Eiweißpulver kannst du etwas Festigkeit wieder erhalten. Verklumpte Gelatine kannst du aber auch mit erneutem Erwärmen auflösen. Generell gilt aber, dass du Geduld mitbringen solltest und vor allem die Gelatineschicht nie zu dick machen solltest. Mit etwas Übung und Zeit gelingt es dir im Handumdrehen!

Gelatine richtig verwenden

Mit ein paar einfachen Schritten und etwas Übung kannst du dem Schreckgespenst der Küchenkunst ganz entspannt begegnen. Merke Dir einfach diese Schritte:

  1. Gelatine einweichen bzw. Pulver quellen lassen für 5-10 Minuten.
  2. Blattgelatine gut ausdrücken
  3. Pulvermix oder Blätter nach Rezeptangabe in etwas Flüssigkeit erhitzen. Nicht kochen lassen!
  4. 2-3 EL der zu gelierenden Masse unter die Gelatine rühren. Anschließend gründlich unter die restliche Masse rühren, in die gewünschte Form füllen und kalt stellen.
  5. Es kann auch im Kühlschrank bis zu 12 Stunden dauern, bis die Gelatine fest wird.

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