Dieses Rindergulasch Rezept ist der klassische Schmor-Standard: kräftige Röstaromen, zartes Rindfleisch und eine sämige Gulaschsoße – ohne Fertigbinder. Der Schlüssel ist: portionsweise anbraten, Zwiebelbasis sauber aufbauen und lange, sanft schmoren.
Fleisch trocken tupfen, ggf. sehr große Stücke halbieren (gleichmäßige Würfel).
Tipp: Trockenes Fleisch + sehr heißer Topf = Röstaromen. Feuchtes Fleisch dämpft und wird eher grau als braun.
Anschließend den Knoblauch schälen und pressen. Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.
Schmortopf sehr stark erhitzen, 1 EL Fett zugeben.
Fleisch in 2–3 Portionen rundum kräftig anbraten (je Portion ca. 3–4 Minuten). Herausnehmen.
Konsistenz-Check: Es sollen braune Röstaromen am Topfboden entstehen – das ist Geschmack und später die Basis für die Soße.
Anschließend Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und ebenfalls anschwitzen.
Tomatenmark zugeben und 1–2 Minuten mitrösten.
Paprikapulver und Majoran einrühren – nur kurz (10–20 Sekunden), damit es nicht bitter wird.
Garzeit:2 h
Sofort mit Rotwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen.
Rinderfond/Brühe angießen, Fleisch wieder zugeben, Lorbeerblätter einlegen.
Einmal aufkochen, dann mit Deckel 2:00–2:30 Stunden bei sehr kleiner Hitze sanft schmoren (Deckel leicht schräg, damit etwas Flüssigkeit verdampft).
Tipp: Nach der Schmorzeit lässt sich das Fleisch mit einer Gabel leicht teilen. Wenn es noch „stramm“ ist: weitere 20–30 Minuten schmoren.
Am Ende 10–15 Minuten ohne Deckel leise köcheln lassen, bis die Soße sämig ist. Mit Salz und Pfeffer final abschmecken.
Wenn die Soße noch zu dünn ist (Notfall-Lösung): 1–2 TL Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und schluckweise einrühren, 1 Minute köcheln lassen.